Google Ads Freelancer: Auswahl, Kosten, Fehler
· DigifyNow
Ein Google Ads Freelancer richtet Ihr Konto und das Conversion-Tracking ein und optimiert danach laufend. In der Regel arbeitet er selbst im Konto. Für die Auswahl zählen vor allem drei Punkte: Konto und Zahlungsprofil laufen auf Ihr Unternehmen, der Freelancer bekommt nur Zugriff über eine Manager-Verknüpfung oder eine Nutzerfreigabe, und gemessen wird an Anfragen oder Verkäufen statt an Klicks. Das Werbebudget zahlen Sie direkt an Google, die Betreuung getrennt davon an den Freelancer.
Was macht ein Google Ads Freelancer konkret?
Ein Google Ads Freelancer ist eine selbstständige Einzelperson, die Ihre Google-Werbekampagnen plant, einrichtet und laufend nachsteuert, und zwar direkt in Ihrem Konto. Sie bezahlen ihn für die Arbeit, das Werbebudget geht getrennt davon an Google. Anders als bei einer Agentur sprechen Sie mit genau der Person, die auch die Einstellungen ändert.
In der Praxis gehören fast immer diese Leistungen dazu: das Konto aufbauen oder ein bestehendes prüfen, Kampagnen anlegen (Suche, Shopping, Performance Max, YouTube oder Display), Conversion-Aktionen samt Google-Tag einrichten und danach laufend nacharbeiten. Dazu zählen Gebotsstrategien, Keywords, ausschließende Keywords und Anzeigentexte.
Was oft fehlt, ist alles rund ums Konto. Die Landingpage, das Formular, das Cookie-Banner mit Consent Mode und die Übergabe der Anfrage ins CRM liegen bei vielen Freelancern nicht im Leistungsumfang oder kosten extra. Genau dort entscheidet sich aber, ob ein Klick zu einer verwertbaren Anfrage wird. Fragen Sie deshalb vor der Beauftragung, wer die Zielseite baut und ändert und wer prüft, ob die Conversion-Zählung mit den tatsächlich eingegangenen Anfragen übereinstimmt. Bei DigifyNow sehen wir diesen Übergang zwischen Anzeige, Website und Vertrieb als eigentlichen Engpass, nicht die Anzeige selbst.

Freelancer, Agentur oder intern: Worin unterscheiden sie sich?
Die drei Wege lassen sich an denselben Fragen messen: Wer arbeitet tatsächlich im Konto, wer vertritt bei Ausfall, wer kümmert sich um Website und Tracking und wie viel Wissen bleibt im Haus? Die Tabelle vergleicht Modelle und keine einzelnen Anbieter. Im Einzelfall kann ein Freelancer mit festem Netzwerk breiter aufgestellt sein als eine kleine Agentur.
| Kriterium | Freelancer | Agentur | Interne Stelle |
|---|---|---|---|
| Wer arbeitet im Konto? | Die Person, mit der Sie sprechen | Oft ein Teammitglied, nicht der Ansprechpartner aus dem Vertrieb | Ihr eigener Mitarbeiter |
| Vertretung bei Urlaub oder Krankheit | Nur, wenn ausdrücklich geregelt | In der Regel über das Team | Nur bei zweiter eingearbeiteter Person |
| Landingpage und Tracking | Häufig nicht enthalten oder zugekauft | Je nach Agentur im Haus oder ausgelagert | Abhängig von der eigenen IT oder Webagentur |
| Wissen bleibt im Unternehmen | Nur über Dokumentation und Ihr Konto | Nur über Dokumentation und Ihr Konto | Ja, solange die Person bleibt |
| Typischer Engpass | Kapazität einer einzelnen Person | Wechselnde Bearbeiter | Fehlender Vergleich mit anderen Konten |
Was kostet ein Google Ads Freelancer?
Es gibt zwei getrennte Kostenblöcke. Das Werbebudget geht über das Zahlungsprofil im Konto direkt an Google. Die Betreuung bezahlen Sie dem Freelancer. Bei der Betreuung sind vier Abrechnungsmodelle üblich: Stundensatz, monatliche Pauschale, ein Anteil am Werbebudget und eine einmalige Einrichtungsgebühr. Achten Sie beim Budgetanteil darauf, dass der Freelancer mehr verdient, wenn mehr ausgegeben wird, egal ob dabei mehr Anfragen herauskommen.
Beim Werbebudget sollten Sie wissen, wie das Tagesbudget wirkt: Es ist ein Durchschnittswert. An einzelnen Tagen kann Google mehr ausgeben als eingestellt, ausgeglichen wird über den Kalendermonat. Die monatliche Obergrenze ergibt sich aus dem durchschnittlichen Tagesbudget, hochgerechnet auf die durchschnittliche Zahl der Tage eines Monats. Hebt ein Freelancer das Tagesbudget mitten im Monat an, steigt damit auch diese Obergrenze. Halten Sie im Vertrag fest, ab welcher Änderung er Ihre Freigabe braucht. Wie Gebot und Qualität den Klickpreis bilden und wie die Monatsgrenze genau berechnet wird, erklärt unser Beitrag zu Klickpreis und Budget bei Google Ads.
Wie hoch der Betreuungsaufwand ist, hängt von der Zahl der Kampagnen und Produkte ab, außerdem davon, ob ein Shopping-Feed aus dem Shop gepflegt werden muss und ob das Tracking schon sauber läuft oder neu gebaut wird. Auch die Berichtstiefe spielt mit hinein und die Frage, ob Abschlüsse aus dem CRM ins Konto zurückgespielt werden sollen. Eine verbindliche Zahl bekommen Sie erst, wenn jemand Ihr Konto gesehen hat und diese Punkte schriftlich festgelegt sind.
Wie viel kostet ein Klick bei Google Ads?
Einen festen Klickpreis gibt es nicht. Bei jeder Suche findet eine Auktion statt. Die Position ergibt sich aus dem Anzeigenrang, in den Ihr Gebot, die erwartete Klickrate, die Relevanz der Anzeige und die Qualität der Zielseite einfließen. Meist zahlen Sie nicht Ihr Maximalgebot, sondern nur so viel, wie Sie brauchen, um den Anzeigenrang unter Ihnen zu schlagen. Teuer wird es bei Suchbegriffen mit vielen Bietern und hohem Kundenwert, etwa im Handwerk oder in der Rechtsberatung. Den realistischen Wert für Ihre Begriffe zeigt der Keyword-Planer im Konto.

Wem gehört das Konto? Zugang richtig einrichten
Der häufigste und teuerste Fehler bei einem Wechsel: Das Konto wurde im Konto des Dienstleisters angelegt. Wenn die Zusammenarbeit endet, sind dann Verlauf, Conversion-Daten und gelernte Gebotsdaten weg. Google Ads kennt laut Google-Ads-Hilfe (Artikel zu Zugriffsebenen, Stand Oktober 2026) unter anderem die Stufen Administrator, Standard, Nur Lesezugriff und Nur E-Mail sowie einen separaten Abrechnungszugriff. So halten Sie die Kontrolle:
- Google-Ads-Konto mit einer Unternehmensadresse anlegen, nicht mit der privaten Adresse eines Mitarbeiters. Dazu mindestens zwei Personen im Haus mit Administratorzugriff.
- Zahlungsprofil mit Firmenname und eigener Zahlungsmethode hinterlegen.
- Dem Freelancer Zugriff geben, entweder als Nutzer mit Zugriffsstufe Standard oder über eine Verknüpfungsanfrage aus seinem Verwaltungskonto (MCC), die Sie im Konto annehmen. Die Verknüpfung können Sie später selbst wieder lösen.
- Tag-Manager-Container und Google Analytics ebenfalls unter Ihrem Unternehmenskonto führen und den Freelancer dort nur als Nutzer hinzufügen.
- Zu Beginn schriftlich festhalten, welche Conversion-Aktionen als primär zählen und für die Gebotsstrategie maßgeblich sind.
Administratorrechte braucht ein externer Betreuer in den meisten Fällen nicht. Mit Standardzugriff kann er Kampagnen bearbeiten, aber keine anderen Nutzer verwalten. Nur Lesezugriff genügt, wenn ein Google Ads Freelancer vor einem Wechsel lediglich ein Audit des Kontos erstellen soll.
Welche Fehler finden sich in übernommenen Konten?
Diese Einstellungen tauchen bei der Prüfung bestehender Konten immer wieder auf, jeweils mit der Ursache:
- Standortoption „Präsenz oder Interesse“: Das ist die Voreinstellung, und dabei sehen auch Menschen die Anzeige, die sich nur für die Region interessieren. Ein Betrieb im Westerwald zahlt dann womöglich für Klicks aus ganz Deutschland. Wer nur lokal arbeitet, stellt auf „Präsenz“ um.
- Suchkampagne mit aktivierter Display-Erweiterung: Ein Teil des Budgets landet auf Websites statt in der Google-Suche, und im Bericht vermischt sich das.
- Weitgehend passende Keywords ohne ausschließende Keywords: Die Anzeige erscheint auch bei Suchen nach Jobs, Gebrauchtware oder Anleitungen zum Selbermachen.
- Doppelt gezählte Conversions: Das Formular und die Danke-Seite sind beide als primäre Aktion angelegt, und die Gebotsstrategie optimiert auf eine aufgeblähte Zahl.
- Fehlende Einwilligungssignale: Ohne korrekt eingebundenen Consent Mode fehlen im Konto Conversions von Nutzern aus dem EWR, und die automatische Gebotsstrategie lernt mit unvollständigen Daten.
Bei B2B-Anfragen kommt noch etwas hinzu: Eine Anfrage ist noch kein Auftrag. Wer Abschlüsse aus dem CRM als Offline-Conversion zurück ins Konto spielt, gibt der Gebotsstrategie ein besseres Signal als die bloße Zahl der Formulare. Wie sich solche Auswertungen mit KI unterstützen lassen und wo das an Grenzen stößt, beschreibt unser Beitrag über Google und Meta Ads mit KI optimieren. Für den programmatischen Zugriff auf Kampagnendaten gibt es die Google Ads API. Sie braucht ein Entwickler-Token und ersetzt keine fachliche Prüfung.

Wann sind Google Ads nicht sinnvoll?
Suchanzeigen fangen Nachfrage ab, die schon da ist. Wenn kaum jemand nach Ihrem Produkt sucht, weil es neu ist oder die Kunden das Problem anders benennen, hat die Auktion nur wenig Volumen. Ein Freelancer kann daran nichts ändern. Ob es Volumen gibt, prüfen Sie vor der Beauftragung im Keyword-Planer. Für Angebote ohne Suchnachfrage eignen sich Kanäle, die Aufmerksamkeit erst wecken, oft besser, etwa Meta-Anzeigen. Wie sich Meta-Kampagnen per MCP an Claude oder ChatGPT anbinden lassen, erklären wir im Beitrag zur Meta Ads MCP Einrichtung.
Google Ads lohnen sich auch dann nicht, wenn die Zielseite das Problem ist, etwa wenn sie am Smartphone langsam lädt, kein klares Angebot zeigt oder das Formular zu viele Pflichtfelder hat. Dann zahlen Sie für Klicks, aus denen keine Anfragen werden. In dem Fall bringt es mehr, zuerst die Seite zu überarbeiten, bevor das Budget steigt. Und wenn niemand im Haus eingehende Anfragen schnell bearbeitet, verpuffen auch gut eingestellte Kampagnen.
Wie geht DigifyNow Google-Ads-Projekte an?
DigifyNow betreut Google-Ads-Kampagnen nicht als einzelne Kanalaufgabe. Wir sehen sie als Teil einer Strecke: Anzeige, Landingpage, Tracking und Übergabe der Anfrage ins CRM oder an den Vertrieb. Das Team aus Jesper Schmidt, Christian Schiebl und Miles Pandel baut auch Websites und Automatisierungen. Wenn die Zielseite oder die Weiterleitung der Anfragen der Engpass ist, bleibt das deshalb nicht an einer Schnittstelle zwischen zwei Dienstleistern hängen. Das Konto bleibt dabei in Ihrem Namen, und wir arbeiten mit Zugriff, den Sie jederzeit entziehen können.
Was zur laufenden Betreuung gehört, steht auf der Seite zur Google Ads Agentur. Muss zuerst die Zielseite neu gebaut werden, ist die Webentwicklung der passende Startpunkt. Wenn sich nach einer ersten Prüfung herausstellt, dass Suchanzeigen für Ihr Angebot wenig Volumen haben, sagen wir das auch so.

Wann sich Unterstützung lohnt
Hilfe von außen lohnt sich, wenn ein bestehendes Konto Budget verbraucht, ohne dass Sie die Kosten pro Anfrage nennen können, wenn das Tracking nach einem Website-Umbau nicht mehr stimmt oder wenn Sie vor einem Wechsel des Betreuers den Zustand des Kontos kennen wollen. Halten Sie dafür bereit: Lesezugriff auf das Google-Ads-Konto, die Zahl der tatsächlich eingegangenen Anfragen der letzten Monate, die Ziel-Region und eine grobe Vorstellung vom Wert eines Kunden. Mit diesen Angaben können Sie über die Seite für eine kostenlose Einschätzung Ihres Vorhabens Kontakt aufnehmen. Dort beschreiben Sie Ihre Ausgangslage, und wir melden uns mit einer ersten Einschätzung, ohne dass daraus eine Verpflichtung entsteht.
Häufige Fragen
Was macht ein Google Ads Freelancer?
Ein Google Ads Freelancer ist eine selbstständige Einzelperson, die Kampagnen in Ihrem Google-Ads-Konto anlegt, Conversion-Tracking einrichtet und Gebote, Keywords und Anzeigentexte laufend anpasst. Anders als bei einer Agentur arbeitet die Person, mit der Sie sprechen, selbst im Konto. Landingpage, Consent Mode und CRM-Anbindung gehören oft nicht dazu und müssen gesondert vereinbart werden.
Kann Google an einem Tag mehr als das Tagesbudget ausgeben?
Ja. Das Tagesbudget ist bei Google Ads ein Durchschnittswert: An einzelnen Tagen kann die Ausgabe darüber liegen, ausgeglichen wird über den Kalendermonat, für den eine Obergrenze gilt, die sich aus dem durchschnittlichen Tagesbudget ergibt. Erhöht ein Freelancer das Tagesbudget mitten im Monat, steigt auch diese Obergrenze. Legen Sie deshalb vertraglich fest, ab welcher Budgetänderung Ihre Freigabe nötig ist.
Wie viel kostet eine Google Ads-Agentur?
Die Kosten setzen sich wie beim Freelancer aus Betreuung und Werbebudget zusammen. Das Budget geht direkt an Google. Die Betreuung wird als Pauschale, nach Stunden oder als Anteil am Werbebudget berechnet, oft mit einer Einrichtungsgebühr. Treiber sind Zahl der Kampagnen, Shopping-Feed, Zustand des Trackings, Berichtstiefe und CRM-Anbindung. Eine belastbare Zahl gibt es erst nach Prüfung des Kontos.
Welche Zugriffsstufe braucht ein Freelancer im Google-Ads-Konto?
Für die Kampagnenarbeit reicht in der Regel die Zugriffsstufe Standard. Damit kann er Kampagnen, Gebote und Anzeigen bearbeiten, aber keine Nutzer verwalten. Für ein reines Konto-Audit genügt Nur Lesezugriff. Administratorzugriff sollte bei Ihrem Unternehmen bleiben. Alternativ verknüpft der Freelancer sein Verwaltungskonto mit Ihrem Konto. Diese Verknüpfung nehmen Sie an und können sie jederzeit selbst wieder lösen.
Kann man mit Google Ads Geld verdienen?
Als Werbetreibender verdienen Sie nur dann Geld, wenn der Deckungsbeitrag eines gewonnenen Kunden über den Klickkosten liegt, die bis zu diesem Abschluss angefallen sind. Rechnen Sie also rückwärts: Kundenwert, Abschlussquote aus Anfragen und Anfragequote aus Klicks ergeben den höchsten Klickpreis, den Sie sich leisten können. Wer Werbeflächen auf der eigenen Website verkaufen will, braucht dagegen Google AdSense, nicht Google Ads.