News

Webdesigner finden: Kriterien, Wege, Fehler

· DigifyNow

Read in English

Einen passenden Webdesigner finden Sie über drei Prüfungen. Erstens muss das Portfolio Seiten zeigen, die heute live sind und Ihrem Vorhaben ähneln. Zweitens muss das Angebot Umfang, Inhalte, Abnahme und Betrieb schriftlich festlegen. Drittens müssen Domain, Hosting-Vertrag und alle Zugänge auf Ihr Unternehmen laufen. Ob dann ein Freelancer, eine Agentur oder ein Baukasten passt, hängt vor allem davon ab, wer die Seite später pflegt und ob Schnittstellen nötig sind.

Webdesigner finden: Woran erkennt man gute Webdesigner?

Wer einen Webdesigner finden will, sollte nicht nach schönen Entwürfen auswählen, denn ein Entwurf ist noch keine Website. Gute Webdesigner können drei Dinge belegen. Erstens Referenzen, die heute noch online sind. Prüfen Sie jede in vier Schritten: auf dem Smartphone öffnen, das Menü durchklicken, das Kontaktformular abschicken und im Impressum nachsehen, ob die Seite noch gepflegt wird, etwa an einer aktuellen Anschrift. Eine Seite, die nur als Bild im Portfolio auftaucht, sagt nichts darüber, ob sie im Alltag funktioniert. Zweitens fragt ein guter Webdesigner zuerst nach Zielgruppe, Inhalten und dem, was Besucher auf der Seite tun sollen, und erst danach nach Farben. Drittens kann er erklären, wer nach dem Start Updates, Sicherungen und Änderungen übernimmt. Bei einem System wie WordPress kommen regelmäßig Updates für Kern, Theme und Plugins. Wer darauf keine Antwort hat, liefert eine Seite, die mit der Zeit veraltet. Ein Warnsignal ist es, wenn Sie schon vor dem ersten Gespräch ein Paket mit festem Seitenumfang bekommen, ohne dass jemand nach Ihren Inhalten gefragt hat.

Webdesigner finden: Freelancer, Agentur, Baukasten oder Entwickler?

Die Wahl hängt weniger vom Design ab als von der Frage, wer die Seite nach dem Start trägt. Die Tabelle stellt die vier üblichen Wege mit denselben Eigenschaften nebeneinander. Gemeint sind Arbeitsmodelle, keine bestimmten Anbieter.

Arbeitsmodelle im Vergleich, Stand: Oktober 2026
WegPasst, wennWer pflegt nach dem StartGrenze
Freelancereine Visitenkarten- oder Leistungsseite mit überschaubarem Umfang gebraucht wirdmeist der Freelancer selbst, sofern ein Wartungsvertrag bestehteine einzelne Person ist ein Ausfallrisiko bei Urlaub, Krankheit oder Geschäftsaufgabe
AgenturDesign, Texte, Fotos und Werbung aus einer Hand kommen sollenein Team, Zuständigkeit laut Vertragmehr Abstimmung; Sie sprechen oft nicht direkt mit der Person, die baut
Baukasten in EigenregieSie selbst oder jemand im Betrieb regelmäßig Zeit für die Seite hatSie selbstdie Seite läuft nur auf der Plattform des Anbieters; ein Umzug heißt meist Neuaufbau
Webentwickler oder EntwicklungsteamFormulare Daten an CRM, Warenwirtschaft oder Buchungssystem weitergeben sollendas Team, mit dokumentiertem Codeder Aufwand lohnt sich nicht für eine reine Info-Seite ohne Schnittstellen

Planen Sie einen Shop statt einer Unternehmensseite, gelten andere Kriterien; die Wege dorthin beschreibt der Beitrag über Webshop erstellen mit Kostentreibern und Fehlern.

Wo findet man Webdesigner in der Nähe?

Die verlässlichste Quelle sind Websites, die Ihnen bei Geschäftspartnern oder Mitbewerbern gefallen: Im Impressum oder in der Fußzeile steht oft, wer sie gebaut hat. Fragen Sie den Betreiber direkt, wie die Zusammenarbeit lief und ob Änderungen heute noch zügig erledigt werden. Die Kartenansicht bei Google zeigt lokale Anbieter mit Bewertungen; lesen Sie dort die Texte, nicht nur die Sterne, und achten Sie darauf, ob von Betreuung nach dem Start die Rede ist. Freelancer-Marktplätze wie Malt oder freelancermap führen Profile mit Portfolio; prüfen Sie dort besonders genau, ob die verlinkten Projekte tatsächlich von der Person stammen. Regionale Nähe ist kein Muss, hilft aber bei Fototerminen im Betrieb und bei Workshops zu Inhalten. Holen Sie mehrere Angebote ein, und zwar auf Grundlage derselben schriftlichen Beschreibung Ihres Vorhabens. Sonst vergleichen Sie unterschiedliche Leistungen miteinander.

Illustration zur Frage „Wo findet man Webdesigner in der Nähe?“
KI-generiertes Bild

Welche Fragen gehören ins Erstgespräch?

Mit diesen Fragen trennen Sie im ersten Gespräch Anbieter, die Ihr Vorhaben verstanden haben, von solchen, die ein Standardpaket verkaufen:

  1. Mit welchem System wird die Seite gebaut, und kann ich Texte und Bilder selbst ändern, ohne Code anzufassen?
  2. Wer liefert Texte und Fotos? Wenn ich: bis wann und in welchem Format?
  3. Auf wessen Namen werden Domain und Hosting registriert?
  4. Bekomme ich alle Zugänge – Hosting, Content-Management, Domain-Verwaltung – am Projektende schriftlich?
  5. Wie läuft die Abnahme, und gegen welche Kriterien wird abgenommen?
  6. Wer spielt nach dem Start Updates ein und sichert die Seite, und wie wird das abgerechnet?
  7. Wie viele Korrekturschleifen enthält das Angebot, und wie wird jede weitere berechnet?
  8. Was passiert mit der Seite, wenn wir die Zusammenarbeit beenden?

Die Antworten gehören ins Angebot, nicht nur ins Gesprächsprotokoll. Wie eine Abnahme gegen schriftliche Kriterien funktioniert, zeigt der Beitrag Softwareentwicklung beauftragen – bei einer Website gilt dasselbe Prinzip in kleinerem Maßstab.

Wem gehören Domain, Hosting und Inhalte?

Hier entstehen die teuersten Probleme, oft erst Jahre später. Ist die Domain auf den Webdesigner registriert, brauchen Sie seine Mitwirkung, um sie zu einem anderen Anbieter umzuziehen. Ist er nicht mehr erreichbar, wird das mühsam. Lassen Sie Domain und Hosting-Vertrag deshalb auf Ihr Unternehmen laufen und räumen Sie dem Webdesigner nur Zugriff ein. Schließen Sie das Hosting selbst ab, etwa bei IONOS, Strato oder Hostinger, legen Sie im Kundenkonto einen eigenen Zugang für den Webdesigner an, statt ihm Ihr Hauptpasswort zu geben. Zur Offenlegung: Bei Hostinger ist DigifyNow Partner mit Empfehlungscode, so steht es auf unserer Seite mit Systemempfehlungen. Regeln Sie außerdem die Nutzungsrechte an Layout, Logo, Fotos und Texten, die er erstellt oder einkauft. Bei gekauften Stockfotos und Schriften gilt die Lizenz oft nur für bestimmte Nutzungen; fragen Sie nach, auf wen sie läuft. Erzeugt er Bilder oder Texte mit KI, fragen Sie auch danach, denn die KI-Verordnung der EU enthält Transparenzpflichten für KI-erzeugte Inhalte; ob Ihre Seite betroffen ist, ist eine rechtliche Frage. Hostet der Webdesigner die Seite selbst und verarbeitet dabei personenbezogene Daten, etwa aus dem Kontaktformular, kommt nach dem Datenschutzrecht ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung in Betracht. Ob und wie das in Ihrem Fall nötig ist, klären Sie mit Ihrer Datenschutzberatung; der Webdesigner kann dazu nur die technischen Angaben liefern, etwa wo der Server steht und wer Zugriff hat.

Illustration zur Frage „Wem gehören Domain, Hosting und Inhalte?“
KI-generiertes Bild

Was kostet ein Webdesigner?

Einen seriösen Preis kann niemand nennen, bevor Umfang und Inhalte klar sind. Die Kosten setzen sich aus wenigen Treibern zusammen, die Sie selbst beeinflussen:

  • Umfang: Zahl der Seitentypen, nicht der Seiten. Viele Leistungsseiten mit gleichem Aufbau sind weniger Arbeit als wenige völlig verschiedene Layouts.
  • Inhalte: Liefern Sie Texte und Fotos fertig, oder müssen sie geschrieben, fotografiert und übersetzt werden?
  • Funktionen: Terminbuchung, Mehrsprachigkeit, Mitgliederbereich oder Konfigurator treiben den Aufwand stärker als zusätzliche Seiten.
  • Schnittstellen: Soll ein Formular Daten an CRM oder Warenwirtschaft übergeben, kommt Entwicklungsarbeit hinzu.
  • Betrieb: Hosting, Updates, Sicherungen und Änderungen nach dem Start laufen monatlich oder nach Aufwand weiter.

Ein Angebot mit Pauschale ist nur so belastbar wie die Leistungsbeschreibung dahinter. Fehlt dort, was nicht enthalten ist, kommen die Nachträge später. Ein verbindlicher Betrag entsteht erst, wenn Seitentypen, Inhaltslieferung, Funktionen und Betrieb schriftlich feststehen.

Woran scheitern Website-Projekte mit Webdesignern?

Die meisten Projekte scheitern nicht am Design, sondern an Abläufen. Diese Muster tauchen immer wieder auf:

  • Inhalte kommen zu spät: Der Webdesigner wartet auf Texte, das Projekt steht. Ursache ist meist, dass im Unternehmen niemand dafür benannt wurde.
  • Relaunch ohne Weiterleitungen: Alte Adressen führen ins Leere, und Google findet die neuen Seiten erst nach und nach. Ursache ist eine fehlende Liste der alten URLs.
  • Zu viele Plugins: Jedes zusätzliche Plugin ist ein weiteres Update und eine weitere mögliche Lücke. Bricht eines nach einem Update, fällt oft die ganze Seite aus.
  • Keine Abnahmekriterien: Ohne schriftliche Liste wird über Geschmack gestritten statt über Funktionen.
  • Barrierefreiheit erst am Ende: Kontraste, Alternativtexte und Tastaturbedienung nachträglich einzubauen ist aufwendiger als von Anfang an.

Für bestimmte Angebote an Verbraucher, etwa den Online-Handel, gibt es gesetzliche Anforderungen an die Barrierefreiheit. Ob Ihr Angebot darunter fällt, ist eine rechtliche Frage, die ein Webdesigner nicht für Sie entscheidet. Er kann aber Kontraste, Überschriftenstruktur und Bedienbarkeit per Tastatur von Beginn an mitplanen.

Illustration zur Frage „Woran scheitern Website-Projekte mit Webdesignern?“
KI-generiertes Bild

Wo DigifyNow in diesem Bild steht

DigifyNow GmbH aus Unnau im Westerwald ist ein Entwicklungsteam, kein reines Designbüro. Wir bauen Websites dort, wo eine Seite mehr können muss als informieren: Anfragen sollen in ein CRM laufen, Termine gebucht oder Daten aus einer Warenwirtschaft angezeigt werden. Soll aus der Website eine Web-App werden, beginnen wir mit einem MVP, das nur die Kernfunktion enthält; wie lange ein konkretes Vorhaben dauert, zeigt erst die Einschätzung. Wer eine Website erstellen lassen will, die später mit eigener Software oder Automatisierung zusammenarbeitet, findet unseren Ablauf auf der Seite zur Webentwicklung. Für Betriebe aus der Region gibt es eine eigene Übersicht zu Webdesign im Westerwald. Für eine reine Visitenkarten-Seite ohne Schnittstellen, die Sie selbst pflegen möchten, ist ein Baukasten in Eigenregie oft der passendere Weg – das sagen wir dann auch so.

Wann sich Unterstützung lohnt

Externe Hilfe lohnt sich, wenn die Website Daten an andere Systeme weitergeben soll, wenn ein Relaunch mit vielen bestehenden Seiten ansteht oder wenn im Unternehmen niemand Zeit für Updates und Pflege hat. Halten Sie für ein erstes Gespräch bereit: die aktuelle Domain und wer sie verwaltet, eine Liste der Seiten und Funktionen, die Sie brauchen, ein paar Websites, die Ihnen gefallen, und wer bei Ihnen Texte liefert. Mit diesen Angaben können Sie über unser Kontaktformular eine kostenlose, unverbindliche Einschätzung Ihres Vorhabens anfragen.

Illustration zum Abschnitt „Wann sich Unterstützung lohnt“
KI-generiertes Bild

Häufige Fragen

Welche Warnsignale gibt es bei Webdesignern?

Drei Warnsignale sind typisch: Referenzen, die nur als Bild existieren und nicht live aufrufbar sind; ein Angebot ohne schriftliche Angaben zu Umfang, Inhalten, Abnahme und Betrieb; und der Vorschlag, Domain und Hosting auf den Namen des Webdesigners zu registrieren. Jedes davon wiegt schwerer als ein mittelmäßiger Entwurf, weil es Sie später an eine Person bindet.

Freelancer oder Agentur – was passt für eine Firmenwebsite?

Ein Freelancer passt für überschaubare Seiten mit direktem Ansprechpartner, ist aber eine Einzelperson mit Ausfallrisiko. Eine Agentur bietet ein Team und mehrere Gewerke, bringt dafür mehr Abstimmung mit. Entscheidend ist im Vergleich, wer nach dem Start Updates und Änderungen übernimmt und ob das vertraglich geregelt ist.

Brauche ich einen Webdesigner, oder reicht ein Baukasten?

Ein Baukasten reicht, wenn Sie eine einfache Seite ohne Schnittstellen brauchen und jemand im Betrieb regelmäßig Zeit für die Pflege hat. An Grenzen stößt er, wenn Formulare Daten an ein CRM übergeben sollen oder Sie den Anbieter wechseln wollen, denn die Seite läuft nur auf dessen Plattform.

Wem gehört die Website, wenn ein Webdesigner sie gebaut hat?

Das regelt der Vertrag. Domain und Hosting gehören dem, auf den sie registriert sind, deshalb sollten sie auf Ihr Unternehmen laufen. An Layout, Texten und Fotos brauchen Sie ausdrücklich eingeräumte Nutzungsrechte; bei gekauften Stockfotos und Schriften gilt die jeweilige Lizenz des Anbieters.

Kostenlose Einschätzung für Ihr Projekt anfragen