WooCommerce oder Shopify: Kriterien für KMU
· DigifyNow
WooCommerce ist ein kostenloses Open-Source-Plugin für WordPress. Server, Updates, Sicherheit und Erweiterungen betreiben Sie selbst, dafür haben Sie vollen Zugriff auf Code und Datenbank. Shopify ist ein Mietsystem: Hosting, Updates und Checkout liefert der Anbieter gegen Monatsgebühr, eingreifen können Sie nur über Theme, Apps und Schnittstellen. Ohne eigenes Technikteam und bei üblichem Handel ist Shopify einfacher. Wer tief anpassen will und die Wartung abdeckt, fährt mit WooCommerce besser. DigifyNow ist Shopify-Partner.
WooCommerce oder Shopify? Shopify passt, wenn niemand im Haus Server, Updates und Plugins betreuen soll und Ihre Produkte mit wenigen Optionen wie Größe, Farbe und Material auskommen. WooCommerce passt, wenn Inhalte, eine eigene Preislogik oder die Hoheit über Server und Datenbank wichtiger sind und die Wartung fest an jemanden vergeben ist. Offen gesagt: DigifyNow ist Partner von Shopify.

Was macht WooCommerce, was macht Shopify?
WooCommerce ist eine Erweiterung für WordPress und steht unter der Open-Source-Lizenz GPL (so ausgewiesen im Plugin-Verzeichnis auf wordpress.org). Damit wird aus einer WordPress-Website ein Shop mit Produkten, Warenkorb, Kasse und Bestellverwaltung. Die Software läuft auf einem Server, den Sie selbst mieten. Alle Daten liegen in Ihrer eigenen MySQL-Datenbank, und jede Zeile Code lässt sich ändern: über PHP, über die Hooks von WordPress oder über eines der vielen Plugins. Die Kehrseite: Sie sind selbst dafür zuständig, WordPress, WooCommerce, Theme und Plugins aktuell zu halten, Backups zu machen und Sicherheitslücken zu schließen. Automatische Updates für Plugins und Themes lassen sich in WordPress zwar einschalten, aber ob ein Update den Checkout stört, merkt nur, wer danach eine Testbestellung durchspielt.
Shopify ist eine gemietete Software (Software as a Service). Hosting, SSL-Zertifikat, Updates und Checkout betreibt der Anbieter. Sie bekommen einen Verwaltungsbereich, gestalten den Shop über ein Theme in der Vorlagensprache Liquid und erweitern ihn mit Apps aus dem Shopify App Store. An den Quellcode der Plattform kommen Sie nicht heran. Was Shopify nicht vorsieht, lässt sich nur über eine App oder die Schnittstellen nachbauen. Offen gesagt: DigifyNow ist offizielle Shopify-Partneragentur, also Partner von Shopify. Gerade deshalb stellen wir beide Systeme hier nach denselben Kriterien nebeneinander.
WooCommerce oder Shopify im Vergleich
Die Frage „WooCommerce oder Shopify“ lässt sich selten über einzelne Funktionen klären. Beide verkaufen Produkte mit Varianten, berechnen Versand und Steuern und binden gängige Zahlungsarten an. Den Unterschied machen Betrieb, Eingriffstiefe und die Frage, wem die Infrastruktur gehört. Die Tabelle stellt beide nach denselben Merkmalen gegenüber. Zur Einordnung: DigifyNow ist Shopify-Partner.
| Kriterium | WooCommerce | Shopify |
|---|---|---|
| Betriebsmodell | Plugin für WordPress auf eigenem Server, Open Source (GPL laut wordpress.org) | Gemietete Cloud-Plattform, der Anbieter betreibt die Software |
| Hosting und Updates | Sie selbst oder ein beauftragter Dienstleister | Im Abo enthalten |
| Zugriff auf Code | Vollständig, inklusive Datenbank | Theme (Liquid), Apps und Schnittstellen, kein Plattform-Code |
| Checkout anpassen | Frei, auch mit eigenem PHP-Code | Eingeschränkt, tiefere Eingriffe sind höheren Plänen vorbehalten |
| Produktvarianten | Variationen aus frei angelegten Attributen; Grenzen setzen eher Server-Leistung und Ladezeit | Feste Obergrenzen für Optionen und Varianten je Produkt; die aktuellen Werte nennt das Shopify-Hilfe-Center (help.shopify.com, Produktvarianten) |
| Erweiterungen | WordPress-Plugins, Qualität und Pflege schwanken stark | Apps aus dem Shopify App Store, häufig als laufendes Abo |
| Schnittstellen | WooCommerce REST API und Webhooks (beschrieben in der WooCommerce-Entwicklerdokumentation) | Admin API (GraphQL), Storefront API und Webhooks; API-Versionen werden regelmäßig neu veröffentlicht und laufen nach einem festen Zeitplan aus (laut shopify.dev, API-Versionierung) |
| Datenhaltung | Eigene Datenbank auf eigenem Server | Auf den Servern des Anbieters, Export per CSV oder API |
| Inhalte und Blog | Stark, da WordPress ursprünglich ein Redaktionssystem ist | Blog und Seiten vorhanden, aber schlichter aufgebaut |
| Typische Schwachstelle | Plugin-Konflikte nach Updates, Sicherheit hängt an der Wartung | Abhängigkeit von Plänen, Gebühren und App-Abos des Anbieters |
Was die Tabelle nicht zeigt: Bei WooCommerce trägt jede zusätzliche Erweiterung auch ein Risiko für den Betrieb. Nach einem WordPress-Update kann ein schlecht gepflegtes Plugin den Checkout lahmlegen. Bei Shopify kann so etwas nicht passieren, weil der Checkout zentral betrieben wird. Dafür bestimmt der Anbieter, was sich im Checkout verändern lässt. Und auch Shopify verlangt Pflege an einer Stelle: Eine Anbindung an Warenwirtschaft oder Buchhaltung ist gegen eine bestimmte API-Version gebaut. Läuft deren Unterstützung aus, muss die Anbindung auf eine neuere Version umgestellt und erneut getestet werden.

Was kostet WooCommerce, was kostet Shopify?
Beträge nennen wir hier nicht. Bei beiden Systemen hängt die Summe weniger an der Grundsoftware als an dem, was dazukommt. Bei WooCommerce ist das Plugin selbst kostenlos. Bezahlt werden Server, Domain, ein Premium-Theme, kostenpflichtige Erweiterungen (etwa für Rechtstexte, Versandetiketten oder Abos) und vor allem die Wartungszeit. Die übersieht man am leichtesten, weil sie auf keiner Rechnung auftaucht, solange intern jemand die Updates einspielt.
Bei Shopify kommen zur Plangebühr die Gebühren je Kartenzahlung und laufende App-Abos hinzu. Wer statt Shopify Payments einen externen Zahlungsanbieter nutzt, zahlt zusätzlich eine Transaktionsgebühr je Bestellung. Wie sich Pläne, Testphase, Gebühren und Zusatzkosten zusammensetzen, steht in unserem Überblick zu den Shopify Kosten. Den Hinweis geben wir in jedem Abschnitt: DigifyNow ist Shopify-Partner. Fair rechnet man so: Für beide Systeme die Kosten über mehrere Jahre zusammenzählen, inklusive Wartung, Erweiterungen und interner Arbeitszeit, und nicht nur die Monatsgebühr gegen null Lizenzkosten stellen.
Für wen eignet sich Shopify?
Shopify passt, wenn ein Unternehmen verkaufen will, ohne einen Server zu betreuen. Typische Fälle sind Händler mit klarem Sortiment, Hersteller mit eigenem Direktvertrieb und Betriebe ohne eigene IT-Abteilung, bei denen niemand nachts ein Sicherheitsupdate einspielen will. Der Checkout ist erprobt, Zahlungsarten wie Kreditkarte, PayPal oder Klarna lassen sich anbinden, und der Verkauf über mehrere Kanäle läuft über dieselbe Produktverwaltung. DigifyNow ist Shopify-Partner, das sei hier offen gesagt.
Schwierig wird es, wenn das Geschäftsmodell vom Standard abweicht: Preise, die erst aus Maßen berechnet werden, komplizierte B2B-Konditionen je Kunde oder ein Bestellablauf mit Freigabeschritten. So etwas lässt sich bei Shopify meist nur mit Apps, eigenen Apps oder einem eigenen Frontend über die Storefront API umsetzen. Wann sich so ein eigenes Frontend gegenüber App-Abos rechnet, beschreibt unser Beitrag zum Shopify-Frontend ohne Plugin. Auch die Optionen pro Produkt sind begrenzt; die aktuelle Obergrenze nennt das Shopify-Hilfe-Center unter Produktvarianten. Ein Beispiel: Ein Möbelhändler mit Breite, Tiefe, Bezugsstoff und Fußfarbe hat vier Merkmale. Liegt das über der Grenze, muss er Merkmale zusammenlegen, auf getrennte Produkte verteilen oder über eine Konfigurator-App abbilden. Wer große Konfigurationsmatrizen hat, sollte vor der Entscheidung die aktuellen Grenzen in der Shopify-Dokumentation prüfen.

Wann WooCommerce die bessere Wahl ist
WooCommerce lohnt sich, wenn drei Dinge zusammenkommen: Inhalte sind ein wichtiger Teil des Geschäfts, die Abläufe weichen deutlich vom Standard ab, und jemand kümmert sich verlässlich um den Betrieb. Ein Beispiel ist ein Fachhändler mit umfangreichem Ratgeberbereich, Produktkonfigurator und eigener Preislogik. Bei WooCommerce kann ein Entwickler diese Logik direkt in PHP schreiben, ohne auf eine App angewiesen zu sein. Auch wer seine Daten unbedingt auf einem selbst gewählten Server halten will, hat mit WooCommerce die Kontrolle darüber.
Schlecht passt WooCommerce, wenn niemand für die Wartung zuständig ist. Ein Shop, dessen Plugins monatelang nicht aktualisiert werden, ist ein bekanntes Einfallstor für Angriffe. Und wer viele Plugins installiert, um Funktionen eines Mietsystems nachzubauen, hat am Ende ein Gebilde, das bei jedem Update wackelt. Ehrlich gesagt: Für einen kleinen Shop ohne technischen Ansprechpartner ist der Gestaltungsspielraum von WooCommerce kein Vorteil, sondern eine Last. Ein tragfähiger Wartungsablauf hat drei Schritte: Updates zuerst auf einer Testkopie (Staging) einspielen, dort eine Probebestellung bis zur Bestellbestätigung durchspielen, erst dann im Live-Shop aktualisieren, mit einem Backup von unmittelbar davor.
Ist WordPress noch zeitgemäß?
Ja, als Redaktionssystem für Websites mit vielen Inhalten. WordPress wird weiter entwickelt, hat mit dem Block-Editor ein aktuelles Bearbeitungskonzept und eine große Entwicklergemeinde. Ob es als Shop-Basis zeitgemäß ist, hängt am Betrieb und nicht am Alter: Gepflegt, mit wenigen und gut gewarteten Plugins auf ordentlichem Hosting, läuft WooCommerce stabil. Ungepflegt veraltet jede Installation, ganz gleich, wie modern das System ist.
Was beim Wechsel zwischen den Systemen schiefgeht
Viele kommen erst beim Umzug auf die Frage WooCommerce oder Shopify, meist von WooCommerce zu Shopify. Dabei gehen immer wieder dieselben Dinge schief. Den Hinweis wiederholen wir hier: DigifyNow ist Shopify-Partner.
- URLs ändern sich: Shopify gibt feste Pfade wie /products/, /collections/ und /pages/ vor. Alte WooCommerce-Adressen brauchen deshalb dauerhafte Weiterleitungen auf die neuen Adressen, sonst laufen Links aus Suchmaschinen und Newslettern ins Leere. Shopify bietet dafür im Verwaltungsbereich URL-Weiterleitungen, die sich auch per CSV importieren lassen.
- Kundenpasswörter lassen sich nicht übernehmen, weil sie nur als Hashwert gespeichert sind. Kundenkonten müssen nach dem Umzug neu aktiviert werden, und Bestandskunden sollten das vorher erfahren.
- Variantenstrukturen passen nicht eins zu eins: Ein WooCommerce-Produkt mit mehr Attributen, als Shopify Optionen je Produkt zulässt, muss vor dem Import umgebaut werden.
- Bestellhistorie und Bewertungen gehen über Schnittstellen oder Import-Apps nur unvollständig mit, wenn das vorher niemand festlegt.
- Anbindungen an Warenwirtschaft, Buchhaltung oder Versand laufen gegen eine andere API und müssen neu gebaut und getestet werden.
Für den Datenumzug selbst gelten dieselben Regeln wie bei jeder Systemablösung: erst ein Probelauf, dann der Abgleich der Datensätze, und das Altsystem bleibt erhalten, bis alles geprüft ist. Das Vorgehen beschreibt unser Beitrag zur Datenmigration mit Checkliste.

Wie DigifyNow Onlineshops umsetzt
DigifyNow ist Shopify-Partner (offizielle Shopify-Partneragentur, laut unseren Systemempfehlungen), und unser Schwerpunkt bei Onlineshops liegt deshalb auf Shopify. Wer eine Shopify-Agentur für Einrichtung, Theme-Anpassung, Schnittstellen zur Warenwirtschaft oder ein eigenes Frontend über die Storefront API sucht, findet den Ablauf auf unserer Seite zu Onlineshops. Am Anfang steht die Frage, ob Shopify zum Vorhaben passt. Passt eher eine WordPress-Lösung oder eine eigene Web-Anwendung, sagen wir das in der Einschätzung. Websites ohne Shop setzen wir über unsere Webentwicklung um. Rechtliche Anforderungen an den Shop, etwa Button-Lösung, Widerrufsbelehrung oder Preisangaben, sprechen wir an. Die rechtliche Prüfung übernimmt aber Ihre Rechtsberatung, nicht wir.
Wann sich Unterstützung lohnt
Hilfe von außen lohnt sich, wenn ein bestehender Shop umziehen soll, wenn Warenwirtschaft, Buchhaltung oder Versand angebunden werden müssen oder wenn die Preislogik vom Standard abweicht. Bei einem kleinen Sortiment ohne Sonderwünsche richten viele Händler ihren Shop selbst ein, und das ist in Ordnung. Für ein Gespräch sollten Sie bereithalten: Sortimentsgröße und Variantenstruktur (wie viele Merkmale hat Ihr komplexestes Produkt?), die genutzten Zahlungsarten, die vorhandenen Systeme mit Schnittstellen und, falls es schon einen Shop gibt, eine Liste der wichtigsten URLs. Über das Kontaktformular können Sie eine kostenlose, unverbindliche Einschätzung Ihres Vorhabens anfragen.

Häufige Fragen
Was ist besser, WooCommerce oder Shopify?
Keines ist pauschal besser. Shopify ist ein Mietsystem: Hosting, Updates und Checkout übernimmt der Anbieter, dafür gelten seine Grenzen, etwa eine feste Obergrenze für Optionen je Produkt laut Shopify-Hilfe-Center. WooCommerce ist ein GPL-Plugin für WordPress mit vollem Code-Zugriff, verlangt aber eigene Wartung. Ohne Technikzuständigen spricht mehr für Shopify, bei eigener Preislogik und viel Inhalt mehr für WooCommerce. DigifyNow ist Shopify-Partner.
Wie teuer ist Shopify pro Monat?
Die Monatskosten setzen sich aus drei Teilen zusammen: der Plangebühr, den Gebühren je Kartenzahlung und den App-Abos. Wer nicht Shopify Payments nutzt, sondern einen externen Zahlungsanbieter, zahlt zusätzlich eine Transaktionsgebühr. Die aktuellen Beträge stehen auf der Preisseite des Anbieters und ändern sich gelegentlich. DigifyNow ist Shopify-Partner; wir nennen hier keine Zahlen und verweisen auf unseren Kostenüberblick.
Was macht WooCommerce?
WooCommerce ist ein kostenloses Open-Source-Plugin unter der GPL, das WordPress um Shop-Funktionen ergänzt: Produkte und Varianten, Warenkorb, Kasse, Bestellverwaltung, Steuern und Versandregeln. Anders als eine gemietete Plattform läuft es auf Ihrem eigenen Server und speichert alle Daten in Ihrer eigenen Datenbank. Zahlungsarten, Rechtstexte oder Versandetiketten kommen über zusätzliche Plugins dazu.
Brauche ich für WooCommerce einen Entwickler?
Für einen einfachen Shop nicht unbedingt, für den dauerhaften Betrieb meistens schon. Einrichten kann man WooCommerce über die Oberfläche. Updates von WordPress, Theme und Plugins, Backups und Sicherheit bleiben aber Ihre Aufgabe. Im Unterschied zu einem Mietsystem, bei dem der Anbieter das übernimmt, braucht WooCommerce einen festen Zuständigen, intern oder extern, der Updates zuerst auf einer Testkopie prüft.
Kann ich später von WooCommerce zu Shopify wechseln?
Ja. Produkte, Kunden und Bestellungen lassen sich per CSV, Import-Apps oder Schnittstelle übertragen. Kundenpasswörter gehen dabei nicht mit, und Shopify gibt feste URL-Pfade wie /products/ vor. Ohne dauerhafte Weiterleitungen von den alten Adressen gehen Links aus Suchmaschinen verloren. Planen Sie einen Probeimport und einen Abgleich ein, bevor der alte Shop abgeschaltet wird. DigifyNow ist Shopify-Partner.