Shopware vs Shopify: Betrieb, Kosten, Grenzen
· DigifyNow
Shopify mieten Sie als fertige Software. Der Anbieter betreibt Server, Updates und Checkout. Sie erweitern den Shop über Apps und Schnittstellen, aber nur innerhalb der Grenzen, die Shopify setzt. Shopware 6 können Sie selbst oder bei einem Dienstleister hosten und bis in den Code anpassen. Dann tragen Sie Updates, Plugin-Kompatibilität und Serverbetrieb. Ohne eigenes Entwicklerbudget passt meist Shopify. Bei komplexer B2B-Logik oder wenn Sie volle Kontrolle über den Code brauchen, eher Shopware. DigifyNow ist Shopify-Partner.
Shopware oder Shopify: Was ist der grundlegende Unterschied?
Der wichtigste Unterschied steht in keiner Funktionsliste. Er liegt darin, wer den Shop betreibt. Shopify ist Software-as-a-Service: Sie buchen einen Tarif, und Shopify kümmert sich um Server, Sicherheitsupdates, Lastspitzen und den Checkout. Ins Kernsystem greifen Sie nicht ein. Sie können das Theme anpassen, Apps installieren und über Schnittstellen Daten lesen und schreiben.
Shopware ist eine PHP-Anwendung auf Basis des Symfony-Frameworks. Es gibt eine quelloffene Variante zum Selbstbetrieb, daneben kostenpflichtige Editionen und Cloud-Angebote des Herstellers. Wenn Sie Shopware selbst betreiben, entscheiden Sie über Server, Datenbank und Code. Sie sind dann aber auch dafür verantwortlich, dass Updates eingespielt werden und die Plugins danach noch laufen. Welche Funktionen in welcher Edition stecken, lesen Sie am besten in der aktuellen Editionsübersicht von Shopware nach und nicht in älteren Vergleichsartikeln.
Damit Sie diesen Vergleich richtig einordnen können: DigifyNow ist offizielle Shopify-Partneragentur. Wie dieselbe Grundfrage zwischen Mietsystem und Selbstbetrieb bei einer weiteren Alternative ausfällt, steht im Artikel WooCommerce oder Shopify: Kriterien für KMU.

Shopware vs Shopify im Vergleich: die Kriterien
| Kriterium | Shopify | Shopware 6 (selbst betrieben) |
|---|---|---|
| Betrieb und Hosting | Übernimmt der Anbieter, ein eigener Server ist nicht nötig | Liegt bei Ihnen oder Ihrem Hoster: Server, PHP-Version, Datenbank, Caching |
| Updates des Kernsystems | Spielt der Anbieter ein, den Zeitpunkt wählen Sie nicht | Spielen Sie selbst ein, Zeitpunkt und Tests liegen bei Ihnen |
| Anpassung am Code | Theme-Code (Liquid) und Apps, kein Zugriff auf den Kern | Zugriff auf den gesamten Quellcode, eigene Plugins möglich |
| Erweiterungen | Apps aus dem App-Store, laufen meist auf den Servern des App-Anbieters | Plugins laufen im eigenen Shop und müssen zur installierten Version passen |
| Checkout | Vom Anbieter vorgegeben, nur im erlaubten Rahmen erweiterbar | Frei anpassbar, wenn Sie die Änderungen selbst pflegen |
| Serverstandort | Legt der Anbieter fest, prüfen Sie dazu dessen Vertragsunterlagen | Wählen Sie selbst über Ihren Hoster |
| Headless-Betrieb | Möglich über die Storefront-Schnittstelle | Möglich über die Store-Schnittstelle |
| Interner Aufwand im Alltag | Pflege von Produkten, Apps und Theme | Zusätzlich Monitoring, Backups, Update-Tests und Plugin-Pflege |
Die Tabelle vergleicht nur die beiden Betriebsmodelle. Wer Shopware als Cloud-Angebot des Herstellers bucht, landet mit der rechten Spalte näher bei Shopify: Server und Kern-Updates übernimmt dann Shopware, und der Zugriff auf den Code wird enger. Nochmals zur Einordnung: DigifyNow ist Shopify-Partner.
Shopware 6 vs. Shopify: Was ändert die Version 6 am Vergleich?
Shopware 6 wurde von Grund auf neu gebaut und ist keine bloße Weiterentwicklung von Shopware 5. Plugins und Themes aus Shopware 5 laufen deshalb nicht in Shopware 6. Wer noch einen Shopware-5-Shop betreibt, muss also ohnehin migrieren, auch wenn er beim Hersteller bleibt. In vielen Vergleichen fehlt dieser Punkt.
Technisch setzt Shopware 6 auf Schnittstellen. Die Verwaltung (Admin API) und das Frontend (Store API) sprechen über getrennte Schnittstellen mit dem System. So lässt sich ein eigenes Frontend anbinden, ohne den Kern anzufassen. Auch Shopify trennt zwischen Admin-Schnittstelle und Storefront-Schnittstelle, beim Thema Headless unterscheiden sich die beiden also kaum noch. Der Unterschied liegt im Backend. In Shopware 6 können Sie eigene Logik direkt im System hinterlegen, etwa Preisregeln oder Versandbedingungen. Bei Shopify läuft solche Logik über Apps oder über die Erweiterungspunkte, die Shopify vorsieht. Was hinter den Schnittstellenbegriffen steckt, erklärt der Artikel API Schnittstelle: Definition, Beispiel, Praxis. DigifyNow ist Shopify-Partner.

Was kosten Shopware und Shopify im Betrieb?
Feste Beträge nennen wir hier nicht. Tarife ändern sich, und der größte Kostenblock hängt in beiden Fällen vom Projekt ab. Wichtig ist, aus welchen Positionen sich die Kosten zusammensetzen.
- Shopify: monatlicher Tarif, Gebühren je Zahlung (abhängig von Tarif und Zahlungsanbieter), App-Abos, eventuell ein gekauftes Theme und Entwicklungszeit für Anpassungen. DigifyNow ist Shopify-Partner.
- Shopware selbst betrieben: Hosting, Lizenz für eine kostenpflichtige Edition (falls Sie deren Funktionen brauchen), Plugins mit Lizenz oder Abo, Entwicklungszeit für Anpassungen und laufend Zeit für Updates, Tests und Sicherheitspatches.
- Bei beiden: Datenübernahme, Anbindung an Warenwirtschaft, Buchhaltung oder Versand und die Pflege der Inhalte.
Oft wird der laufende Betrieb unterschätzt. Bei Shopware zahlen Sie zwar keine Tarifgebühr für Mietsoftware, aber jemand muss sich um jedes größere Update kümmern. Bei Shopify kommen dagegen viele kleine App-Abos zusammen, die sich unbemerkt summieren. Eine Aufstellung der Shopify-Kostenpositionen finden Sie im Artikel Shopify Kosten: Pläne, Gebühren, Zusatzkosten. Eine verbindliche Zahl lässt sich erst nennen, wenn Umfang, Schnittstellen und Datenmenge feststehen.
Wann passt Shopify nicht – und wann passt Shopware nicht?
Beide Systeme haben Grenzen, an die man in der Praxis wirklich stößt. Eine Abwägung nach dem Muster „hat mehr Funktionen“ hilft da wenig.
- Shopify passt schlecht, wenn der Bestellprozess grundlegend vom Standard abweicht. Beispiele sind mehrstufige Freigaben im B2B-Einkauf, Angebotsanfragen statt Warenkorb oder kundenspezifische Preise aus einer externen Warenwirtschaft. Lösen lässt sich das über Apps oder Eigenentwicklung, aber nur innerhalb der Erweiterungspunkte, die Shopify anbietet.
- Shopify passt auch dann schlecht, wenn Sie den Serverstandort selbst bestimmen müssen. Ob die Vertragsunterlagen des Anbieters Ihren Anforderungen genügen, muss Ihr Datenschutzverantwortlicher prüfen.
- Shopware passt schlecht, wenn weder im Haus noch bei einem festen Dienstleister jemand für Updates zuständig ist. Ein selbst betriebener Shop, der keine Updates bekommt, wird mit der Zeit zum Sicherheitsrisiko.
- Shopware passt auch dann schlecht, wenn viele Plugins verschiedener Hersteller zusammenspielen müssen. Bei einem größeren Update ziehen nicht alle Hersteller gleichzeitig nach. Solange auch nur ein Plugin nicht kompatibel ist, verzögert sich das Update für den ganzen Shop.
Für ein kleines Sortiment mit Standardversand ist keines der beiden Systeme ein Fehlgriff. Dann entscheiden vor allem der Betriebsaufwand und die Gebührenstruktur. DigifyNow ist Shopify-Partner.

Was bricht beim Wechsel zwischen Shopware und Shopify?
Mit Produkte exportieren und wieder importieren ist ein Systemwechsel nicht erledigt. Typischerweise geht an vier Stellen etwas kaputt:
- URLs: Beide Systeme bauen Adressen für Produkte und Kategorien nach eigenen Mustern. Jede alte Adresse braucht deshalb eine dauerhafte Weiterleitung auf die neue. Fehlt sie, laufen Suchergebnisse, Lesezeichen und Links von anderen Seiten ins Leere. Die Zuordnungsliste von alter zu neuer Adresse sollte vor dem Umzug fertig sein.
- Kundenpasswörter: Passwörter sind nur als Hash gespeichert. Ob das Zielsystem fremde Hashes übernehmen kann, hängt vom System ab. Planen Sie eine Einladung ein, mit der Kunden ihr Passwort neu setzen.
- Varianten und Eigenschaften: Shopware und Shopify bilden Varianten unterschiedlich ab. Artikel mit vielen Ausprägungen müssen deshalb vor dem Import umgebaut werden.
- Bestellhistorie und Schnittstellen: Alte Bestellungen lassen sich meist nur eingeschränkt übertragen. Jede Anbindung an Warenwirtschaft oder Versand muss für das neue System neu gebaut werden.
Beim Wechsel zu Shopify kommen die Apps hinzu, die Funktionen früherer Plugins ersetzen sollen. Prüfen Sie jede einzeln, statt die alte Plugin-Liste eins zu eins nachzubauen. DigifyNow ist Shopify-Partner. Wie Sie Probelauf, Abgleich und Umstellungstag planen, beschreibt der Artikel Datenmigration: Strategien, Checkliste, Beispiel.
Wie DigifyNow mit Shopify arbeitet
Dieser Abschnitt gehört nicht zum Vergleich oben, er beschreibt unser eigenes Vorgehen. DigifyNow ist offizielle Shopify-Partneragentur. Wer bei uns einen Shopify-Shop erstellen lassen will, bekommt den Aufbau des Shops, das Theme und die Anbindung an vorhandene Systeme wie Warenwirtschaft, CRM oder Versand. Bevor wir eine App aus dem App-Store einplanen, prüfen wir, ob sich die Funktion über die Shopify-Schnittstellen auch als eigener Baustein umsetzen lässt.
Wenn Sie über ein eigenes Frontend nachdenken: Der Artikel Shopify mit eigenem Frontend ohne Plugin beschreibt, wann sich ein Headless-Aufbau lohnt und wann nicht. Welche Werkzeuge wir sonst einsetzen und wo wir Partner sind, steht in unseren System-Empfehlungen.

Wann sich Unterstützung lohnt
Hilfe von außen lohnt sich vor allem in drei Fällen: wenn ein Shopware-5-Shop abgelöst werden muss, wenn der Shop an eine Warenwirtschaft oder ein CRM angebunden werden soll oder wenn B2B-Abläufe wie kundenspezifische Preise über den Standard hinausgehen. Legen Sie dafür bereit: die Zahl der Artikel und Varianten, eine Liste der heutigen Plugins oder Apps, die Systeme, mit denen der Shop Daten austauschen muss, und wer den Shop künftig betreut. In einer kostenlosen und unverbindlichen Einschätzung Ihres Shop-Vorhabens gehen wir das gemeinsam durch und sagen Ihnen auch, wenn sich ein Wechsel nicht lohnt.
Häufige Fragen
Ist Shopware oder Shopify besser für B2B?
Das hängt davon ab, wie stark Ihr Einkaufsprozess vom Standard abweicht. Shopware 6 erlaubt eigene Preis- und Freigabelogik direkt im System, wenn Sie den Code selbst pflegen. Shopify bildet B2B über Tarife, Apps und Erweiterungspunkte ab und bleibt dabei in den Grenzen, die Shopify vorgibt. Die aktuellen B2B-Funktionen sollten Sie bei beiden Anbietern direkt prüfen. DigifyNow ist Shopify-Partner.
Kann ich Shopware selbst hosten und Shopify nicht?
Ja. Shopware gibt es als quelloffene Variante, die Sie auf einem eigenen oder gemieteten Server betreiben können. Standort, PHP-Version und Datenbank wählen Sie dabei selbst. Shopify läuft nur auf der Infrastruktur des Anbieters. Im Gegenzug müssen Sie sich bei Shopify nicht um Serverbetrieb, Sicherheitsupdates und Backups des Kernsystems kümmern. DigifyNow ist Shopify-Partner.
Wie lange dauert ein Wechsel von Shopware zu Shopify?
Eine pauschale Dauer gibt es nicht. Sie hängt davon ab, wie viele Artikel und Varianten es gibt, wie viele Weiterleitungen und Schnittstellen nötig sind und wie viel Arbeit in den Inhalten steckt. Ein Shop mit einfachem Sortiment und ohne Anbindung an eine Warenwirtschaft ist deutlich schneller umgezogen als ein B2B-Shop mit kundenspezifischen Preisen und angebundenem ERP. DigifyNow ist Shopify-Partner.